Konzeptuelle Metapherntheorie (Lakoff & Johnson 1980)
Eine konzeptuelle Metapher ist kein literarisches Stilmittel, sondern ein kognitives Denkmuster: Ein abstrakter Zielbereich wird durch einen konkreten Quellbereich strukturiert und verstanden. Die sprachlichen Ausdrücke sind nur die sichtbare Oberfläche dieses Musters.
ZIELBEREICH IST QUELLBEREICH- Gegner
- Waffe
- Angreifen
- Sieg / Niederlage
- Gesprächspartner
- Argument
- Gegenargumentation
- Überzeugen / Unterliegen
Welcher Quellbereich steckt hinter diesem Satz?
Welchen Quellbereich aktiviert dieser Ausdruck, um Argumentation zu beschreiben?
Welcher Ausdruck gehört nicht zur Metapher ZEIT IST GELD?
Drei Sätze aktivieren den Quellbereich Geldwirtschaft. Einer stammt aus einem anderen Quellbereich. Welcher?
Was blendet ARGUMENTATION IST KRIEG aus?
Konzeptuelle Metaphern heben bestimmte Aspekte hervor (Highlighting) und blenden andere aus (Hiding). Was wird am Diskutieren durch die Kriegsmetapher nicht erfasst?
Konzeptuelle Metaphern (Lakoff & Johnson 1980) sind keine Stilmittel — sie sind kognitive Denkmuster. Der Quellbereich (konkret) strukturiert den Zielbereich (abstrakt) systematisch durch ein Mapping. Das Muster hebt bestimmte Aspekte hervor (Highlighting) und blendet andere aus (Hiding). Beispiele: ARGUMENTATION IST KRIEG · ZEIT IST GELD · LEBEN IST EINE REISE.