Stufe 1 von 3 — Vorhersage
Welche Form heißt „Bouba"?
Unten siehst du zwei Formen. Eine davon heißt „Bouba", die andere „Kiki". Klicke auf die Form, die du Bouba nennen würdest.
Richtig! Du liegst im weltweiten Trend: ca. 95–98 % aller Menschen – in verschiedensten Kulturen und Sprachen – wählen die runde Form für „Bouba". Das ist kein Zufall.
Spreche laut „Bouba" aus: Die Lippen formen ein weiches, rundes /b/ und ein rund gewölbtes /u/. Sage dann „Kiki": Die Mundform ist eng, spitz, abgehackt – genau wie die zackige Form. Das nennt man Lautsymbolik – eine nicht-arbiträre Beziehung zwischen Lautgestalt und Bedeutung.
Köhler (1929) nannte diesen Effekt erstmals systematisch, Ramachandran & Hubbard (2001) replizierten ihn cross-kulturell.
Interessant! Du bist in der Minderheit: ca. 95–98 % aller Menschen wählen weltweit die runde Form für „Bouba". Das zeigt: Diese Zuordnung ist nicht zufällig.
Probiere es aus: Spreche „Bouba" laut – die Lippen formen weiche runde Kurven. Bei „Kiki" ist die Mundform eng und hart – passend zur Zacken-Form. Das nennt man Lautsymbolik: eine nicht-zufällige Verbindung zwischen Klang und visueller Form.
Ramachandran & Hubbard (2001) fanden diesen Effekt bei Menschen verschiedenster Sprachkulturen.
Stufe 2 von 3 — Wortpaare klassifizieren
Rund oder spitz klingend?
Wähle bei jedem Wortpaar das Wort, das zur runden Form (Bouba-Typ) passt. Das andere Wort passt dann zur spitzen Form (Kiki-Typ).
Paar 1 — Köhlers Originalbegriffe (1929)
Paar 2 — Neue Phantasiewörter
Paar 3 — Herausforderung
Stufe 3 von 3 — Reflexion
Was bedeutet der Bouba-Kiki-Effekt für Saussure?
Ferdinand de Saussure (1916) postulierte, dass Sprachzeichen arbiträr sind – also keine natürliche Verbindung zwischen Klang (Signifikant) und Bedeutung (Signifié) besteht. Was sagt der Bouba-Kiki-Effekt dazu?