Sprachliche Universalien – Was alle Sprachen der Welt gemeinsam haben
Entdecke mit Joseph Greenbergs Universalienforschung, welche Merkmale in
allen Sprachen der Welt vorkommen – und welche nur in manchen.
Zwei Stufen, aktive Vorhersagen, sofortiges Feedback.
Stufe 1
Universal oder sprachspezifisch?
Vorhersage: Der Sprachen-Radar zeigt, in welchen der sechs
Testsprachen das Merkmal vorkommt (grün = vorhanden, grau = nicht vorhanden).
Entscheide: Ist das Merkmal universell (kommt in ALLEN Sprachen vor)
oder nur in manchen?
Sprachen- merkmal
Deutsch
Japanisch
Arabisch
Türkisch
Mandarin
Swahili
Merkmal – Ist das universell?
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Stufe 2
Implikationsuniversalien nach Greenberg
Greenberg entdeckte: Bestimmte Sprachmerkmale bedingen einander.
Sieh dir die Wortstellung der Zielsprache an und sage voraus, was daraus
nach Greenbergs Universalien folgt.
S
Subjekt
→
V
Verb
→
O
Objekt
Türkisch
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Zusammenfassung
Greenbergs Universalien – Überblick
8 / 8
Punkte in beiden Stufen
Absolute Universalien
Vokale + Konsonanten in jeder Sprache
Pronomen für „ich" und „du"
Negation möglich
Nomen-Verb-Distinktion
Statistische Universalien
SOV häufigste Wortstellung (~44 %)
Kein Genus in ca. 50 % der Sprachen
Tonsprachen: ~60–70 % aller Sprachen
Nasale in fast allen Sprachen
Implikationsuniversalien
SOV → Postpositionen (Univ. 4)
SOV → Genitiv vor Nomen (Univ. 2)
VSO → Adjektiv nach Nomen (Univ. 18)
Wichtig: Sprachliche Universalien belegen keine gemeinsame
Ursprache aller Menschen. Sie können auch durch kognitive Constraints
entstehen – Grenzen menschlicher Wahrnehmung und Verarbeitung, die jede Sprache
einhalten muss. Die Forschung ist Teil der modernen
Sprachtypologie und des Language Universals-Projekts.
Quelle: Greenberg, J. H. (1963). Some universals of grammar.
In: Universals of Language. MIT Press. –
Weitere Daten: WALS Online (wals.info), Dryer & Haspelmath (2013).