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Futur bilden: Futur I und Futur II einfach erklärt

So bildest du Futur I und Futur II sicher und ohne Fehler

Futur bilden: Was ist das eigentlich?

Wenn du Futur bilden sollst, geht es um die Zeitform, mit der du im Deutschen über die Zukunft sprichst. Anders als im Englischen gibt es dabei keine unzähligen Varianten: Du brauchst nur zwei Formen, Futur I und Futur II, und beide funktionieren nach einem festen Muster. Sobald du das Prinzip einmal verstanden hast, machst du beim Futur bilden kaum noch Fehler.

Im Alltag wird die Zukunft im Deutschen oft sogar im Präsens ausgedrückt, zum Beispiel Morgen fahre ich nach Berlin. Trotzdem verlangen Klassenarbeiten und Aufsätze häufig die korrekte Bildung von Futur I und Futur II, etwa wenn du eine Vermutung ausdrücken willst oder etwas betonen möchtest, das erst in der Zukunft abgeschlossen sein wird.

Futur I bilden: Die Grundregel

Futur I bildest du immer mit zwei Bausteinen: dem konjugierten Hilfsverb werden und dem Infinitiv des Vollverbs am Satzende.

Die Formel lautet also: werden (konjugiert) + Infinitiv. Das gilt für alle Verben, egal ob schwach oder stark, es gibt keine Ausnahmen zu lernen. Damit ist Futur I deutlich einfacher zu bilden als zum Beispiel das Perfekt, bei dem du zwischen haben und sein entscheiden musst.

Wofür nutzt man Futur I?

Futur I verwendest du vor allem in drei Situationen: für Ereignisse in der Zukunft ohne Zeitangabe (Ich werde das Projekt fertigstellen), für Vermutungen über die Gegenwart (Er wird gerade zu Hause sein) und für Versprechen oder feste Absichten (Wir werden pünktlich sein). Steht bereits eine Zeitangabe wie morgen oder nächste Woche im Satz, reicht im gesprochenen Deutsch meist das Präsens.

Futur II bilden: Die vollendete Zukunft

Futur II brauchst du seltener, aber es lohnt sich, die Bildung zu kennen. Es beschreibt etwas, das zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft bereits abgeschlossen sein wird.

Die Formel: werden (konjugiert) + Partizip II + haben/sein (Infinitiv).

Ob du am Ende haben oder sein brauchst, entscheidest du genau wie beim Perfekt: Bewegungs- und Zustandsverben wie fahren oder werden nutzen sein, die meisten anderen Verben haben.

Wofür nutzt man Futur II?

Futur II drückt aus, dass eine Handlung zu einem späteren Zeitpunkt schon vorbei sein wird: Bis zum Sommer werde ich die Prüfung bestanden haben. Es kann auch eine Vermutung über die Vergangenheit ausdrücken: Er wird die E-Mail wohl schon gelesen haben. In beiden Fällen steckt eine Aussage über etwas Abgeschlossenes in ihr.

Futur bilden: Häufige Fehler vermeiden

Beim Futur bilden schleichen sich immer wieder dieselben Fehler ein:

Wenn du unsicher bist, welche Zeitform überhaupt vorliegt, hilft dir ein Blick auf alle sechs Zeitformen im Überblick im Artikel Zeitformen bestimmen. Mit der Nachhilfe Mentor App kannst du Futur I und Futur II außerdem gezielt mit kurzen Übungen trainieren und siehst sofort, ob deine Formen stimmen.

Übung: Futur bilden

Bilde selbst das Futur I und Futur II zu diesen Sätzen, bevor du die Lösung liest:

  1. ich spiele Fußball → Futur I: ich werde Fußball spielen
  2. wir reisen nach Italien → Futur I: wir werden nach Italien reisen
  3. du schreibst den Aufsatz → Futur II: du wirst den Aufsatz geschrieben haben
  4. sie kommt nach Hause → Futur II: sie wird nach Hause gekommen sein

Wenn du diese vier Beispiele richtig gelöst hast, beherrschst du das Futur bilden bereits sicher. Am besten übst du regelmäßig ein paar Sätze mit unterschiedlichen Verben, damit die Bildung mit werden zur Routine wird.

Futur bilden bei unregelmäßigen Verben

Ein großer Vorteil beim Futur bilden ist, dass die Unterscheidung zwischen schwachen und starken Verben hier keine Rolle spielt, anders als beim Präteritum. Ob gehen, lesen oder machen, der Infinitiv bleibt beim Futur I immer unverändert stehen: ich werde gehen, ich werde lesen, ich werde machen. Auch bei trennbaren Verben ändert sich nichts an der Grundregel, das Präfix wird beim Infinitiv einfach nicht abgetrennt: ich werde aufstehen, nicht ich werde auf stehen. Genau diese Regelmäßigkeit macht das Futur bilden im Vergleich zu anderen Zeitformen so unkompliziert, sobald du das Grundmuster mit werden einmal verinnerlicht hast.

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