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Konjunktionen bestimmen: Nebenordnende und unterordnende Konjunktionen einfach erklärt

So erkennst du Bindewörter sicher und setzt Kommas richtig

Konjunktionen bestimmen: Warum die Unterscheidung so wichtig ist

Konjunktionen bestimmen gehört zu den Grundlagen der deutschen Grammatik, die dir in fast jeder Klausur begegnen. Konjunktionen sind Bindewörter, die Wörter, Satzteile oder ganze Sätze miteinander verknüpfen. Das Problem: Nicht jede Konjunktion verhält sich gleich. Manche verbinden zwei gleichrangige Sätze, andere machen aus einem Satz einen Nebensatz und verschieben dabei das Verb ans Ende. Wenn du diesen Unterschied nicht kennst, schleichen sich schnell Kommafehler und falsche Satzstellungen ein. Die gute Nachricht: Mit ein paar klaren Regeln kannst du jede Konjunktion in Sekunden richtig einordnen.

Nebenordnende Konjunktionen erkennen

Nebenordnende Konjunktionen verbinden zwei gleichrangige Hauptsätze, ohne die Satzstellung zu verändern. Das Verb bleibt an seiner gewohnten Position. Zu den wichtigsten nebenordnenden Konjunktionen zählen:

Merksatz für diese Gruppe: und, oder, aber, denn, sondern - die fünf klassischen nebenordnenden Konjunktionen stehen zwischen zwei Hauptsätzen, die auch für sich allein stehen könnten. Vor und und oder steht meist kein Komma, vor den anderen drei schon.

Unterordnende Konjunktionen erkennen

Unterordnende Konjunktionen leiten dagegen einen Nebensatz ein und schicken das konjugierte Verb ans Satzende. Das ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Typische unterordnende Konjunktionen sind weil, dass, obwohl, während, wenn, damit, sodass und bevor. Beispiel: „Sie lernt viel, weil sie die Prüfung bestehen will.“ Hier steht das Verb „will“ ganz am Ende des Nebensatzes, während es im Hauptsatz „Sie lernt viel“ an zweiter Stelle stehen würde. Genau dieser Verbsprung verrät dir, dass eine unterordnende Konjunktion vorliegt. Wenn du bereits Adverbialsätze bestimmen gelernt hast, kennst du viele dieser Konjunktionen schon, denn Adverbialsätze werden fast immer von unterordnenden Konjunktionen eingeleitet.

Die 3-Schritte-Methode zum Bestimmen

  1. Suche die Konjunktion und prüfe, ob sie zwei eigenständige Hauptsätze verbindet oder einen Nebensatz einleitet.
  2. Schau dir die Position des Verbs im zweiten Teilsatz an: Steht es an zweiter Stelle, ist die Konjunktion nebenordnend. Steht es ganz am Ende, ist sie unterordnend.
  3. Setze das Komma entsprechend: Bei unterordnenden Konjunktionen steht immer ein Komma vor dem Nebensatz, bei nebenordnenden nur bei bestimmten Wörtern wie aber oder denn.

Häufige Fehler beim Konjunktionen bestimmen

Wer Konjunktionen bestimmen und die passende Kommasetzung üben will, findet in der Nachhilfe Mentor App interaktive Übungen mit direktem Feedback, die genau diese Verwechslungen gezielt trainieren.

Konjunktionaladverbien: die dritte Gruppe

Neben nebenordnenden und unterordnenden Konjunktionen gibt es noch eine dritte Gruppe, die häufig übersehen wird: Konjunktionaladverbien wie deshalb, trotzdem, also, außerdem und dennoch. Sie verbinden zwar wie Konjunktionen zwei Sätze inhaltlich miteinander, zählen grammatisch aber zu den Adverbien. Der Unterschied zeigt sich in der Satzstellung: Ein Konjunktionaladverb besetzt selbst die erste Position im Satz, und das Verb rückt direkt danach an zweite Stelle. Beispiel: „Sie hatte keine Zeit, deshalb sagte sie den Termin ab.“ Hier steht „deshalb“ an erster Stelle und „sagte“ direkt danach, ganz anders als bei einer echten unterordnenden Konjunktion, die das Verb ans Ende schickt. Verwechslungen zwischen „weil“ und „deshalb“ sind ein Klassiker: „weil“ leitet einen Nebensatz mit Verb am Ende ein, „deshalb“ steht dagegen in einem eigenständigen Hauptsatz.

Konjunktionen in Textanalysen und eigenen Texten nutzen

Konjunktionen bestimmen hilft dir nicht nur beim Grammatikunterricht, sondern auch beim Verfassen eigener Texte. Wer bewusst zwischen nebenordnenden und unterordnenden Konjunktionen wechselt, schreibt abwechslungsreicher und drückt logische Beziehungen klarer aus. Statt eine Aussage nur mit „und“ aneinanderzureihen, kannst du mit „obwohl“ einen Gegensatz betonen oder mit „weil“ eine Begründung liefern. Das ist besonders in Erörterungen und Analysen wertvoll, wo Argumente nachvollziehbar miteinander verknüpft werden müssen. Auch beim genauen Lesen von Texten lohnt sich der Blick auf Konjunktionen: Sie verraten dir oft die Gedankenstruktur eines Autors, etwa ob gerade ein Widerspruch, eine Bedingung oder eine Folge formuliert wird.

Übungsbeispiele zum Selbsttest

Bestimme, ob die Konjunktion im jeweiligen Satz nebenordnend oder unterordnend ist:

  1. Sie packt ihre Tasche, denn der Bus kommt gleich.
  2. Er bleibt zu Hause, obwohl das Wetter schön ist.
  3. Wir gehen ins Kino oder wir bleiben zu Hause.

Im ersten Satz ist „denn“ nebenordnend, das Verb „kommt“ bleibt an zweiter Stelle. Im zweiten Satz ist „obwohl“ unterordnend, das Verb „ist“ steht am Satzende. Im dritten Satz ist „oder“ nebenordnend und verbindet zwei gleichrangige Hauptsätze.

Fazit: Verb-Position verrät die Konjunktion

Konjunktionen bestimmen wird deutlich einfacher, wenn du dich auf die Verb-Position konzentrierst statt nur die Wörter auswendig zu lernen. Nebenordnende Konjunktionen lassen die Satzstellung unverändert, unterordnende schicken das Verb ans Ende. Übe diese Regel an eigenen Beispielsätzen, dann erkennst du jede Konjunktion schon nach kurzer Zeit zuverlässig.

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