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Aktiv und Passiv unterscheiden: Regeln, Beispiele und Umformung einfach erklärt

So erkennst du Aktiv und Passiv sicher und formst Sätze richtig um

Aktiv und Passiv unterscheiden: Warum das wichtig ist

In fast jeder Deutscharbeit taucht früher oder später die Frage auf, ob ein Satz im Aktiv oder im Passiv steht. Wer Aktiv und Passiv unterscheiden kann, versteht nicht nur Grammatikaufgaben besser, sondern schreibt auch klarere Sätze. Denn Aktiv und Passiv verändern, wer im Satz im Mittelpunkt steht: die handelnde Person oder die Handlung selbst.

In diesem Artikel lernst du die wichtigsten Unterschiede, die Bildung des Passivs und wie du Sätze sicher umformst.

Der Unterschied zwischen Aktiv und Passiv

Im Aktivsatz steht die handelnde Person oder Sache im Vordergrund. Sie ist das Subjekt und führt die Handlung selbst aus.

Der Lehrer korrigiert die Klassenarbeit.

Im Passivsatz rückt dagegen das Objekt der Handlung in den Mittelpunkt. Wer die Handlung ausführt, wird oft gar nicht mehr genannt oder nur mit „von“ oder „durch“ ergänzt.

Die Klassenarbeit wird korrigiert.
Die Klassenarbeit wird vom Lehrer korrigiert.

Erkennungsfrage

Die einfachste Erkennungsfrage lautet: Wer oder was tut etwas, und wird das im Satz betont? Steht die handelnde Person im Vordergrund, hast du einen Aktivsatz. Steht stattdessen das Ergebnis oder das Objekt der Handlung im Vordergrund, handelt es sich um Passiv.

So bildest du das Passiv

Das Passiv bildest du mit einer Form von werden plus dem Partizip II des Vollverbs.

Für die Vergangenheit nutzt du entsprechend andere Formen von werden:

Vorgangspassiv und Zustandspassiv

Es gibt zwei Arten von Passiv, die häufig verwechselt werden:

Der Unterschied ist wichtig, weil nur echte Vorgangspassiv-Sätze aus einem Aktivsatz umgeformt werden können, während das Zustandspassiv einen bereits abgeschlossenen Zustand beschreibt.

Aktivsatz in Passivsatz umformen: Schritt für Schritt

  1. Bestimme das Objekt im Aktivsatz. Es wird im Passivsatz zum Subjekt.
  2. Setze das Verb in die passende Form von werden plus Partizip II.
  3. Das ursprüngliche Subjekt kannst du weglassen oder mit „von“ beziehungsweise „durch“ anhängen.

Beispiel: Aus „Der Trainer lobt die Mannschaft“ wird „Die Mannschaft wird vom Trainer gelobt“.

Nicht jeder Satz lässt sich ins Passiv umformen. Verben ohne Akkusativobjekt, wie schlafen oder bleiben, haben in der Regel kein persönliches Passiv.

Wann verwendest du Passiv?

Passiv eignet sich besonders gut, wenn die handelnde Person unbekannt, unwichtig oder bewusst nicht genannt werden soll. Das kommt häufig in Sachtexten, Anleitungen und wissenschaftlichen Texten vor, etwa in Versuchsprotokollen oder Bedienungsanleitungen, wo es nicht darauf ankommt, wer genau handelt, sondern was mit dem Objekt geschieht.

In diesem Versuch wird die Temperatur gemessen.
Zuerst wird der Teig geknetet, dann wird er 30 Minuten ruhen gelassen.

Im Aufsatz solltest du Passiv aber sparsam einsetzen, da Aktivsätze meist lebendiger und leichter verständlich sind. Zu viele Passivsätze hintereinander wirken schnell distanziert und unpersönlich. Beim Wortarten bestimmen hilft es dir übrigens, wenn du Verbformen wie das Passiv bereits sicher erkennst, da beide Themen eng zusammenhängen.

Passiv mit Modalverben

Auch Sätze mit Modalverben wie müssen, können oder sollen lassen sich ins Passiv setzen. Dabei bleibt das Modalverb erhalten, und das Partizip II tritt zusammen mit werden in den Infinitiv.

Diese Form begegnet dir häufig in Aufgabenstellungen und Regelwerken, weil sie eine Pflicht oder Möglichkeit betont, ohne die handelnde Person zu nennen.

Häufige Fehler beim Aktiv und Passiv unterscheiden

Übung: Aktiv oder Passiv?

Bestimme bei den folgenden Sätzen, ob Aktiv oder Passiv vorliegt, und forme sie anschließend um:

  1. Die Gärtnerin pflanzt die Blumen.
  2. Das Fenster wird geputzt.
  3. Die Kinder bauen eine Sandburg.
  4. Der Brief wurde gestern abgeschickt.

Wenn dir das Üben allein schwerfällt, kann dir eine App wie die Nachhilfe Mentor App helfen, Grammatikthemen wie Aktiv und Passiv gezielt zu wiederholen und passende Übungen vorgeschlagen zu bekommen.

Fazit

Aktiv und Passiv unterscheiden gelingt dir sicher, wenn du dir merkst: Im Aktiv steht die handelnde Person im Fokus, im Passiv das Objekt der Handlung. Mit der Bildung über werden plus Partizip II und etwas Übung an konkreten Beispielen wird die Umformung schnell zur Routine.

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